Am Michaeli-Tag feierte unsere Schulgemeinschaft im Hof: mit Beiträgen aus der Grundstufe, der Mittelstufe und der Oberstufe, einer Ansprache und mit Mutproben im Wald.

Die Tag-und-Nacht-Gleiche liegt hinter uns. Von nun an wird es draußen dunkler. Michaeli ist das Fest, an dem wir dem Dunkel nicht ausweichen, sondern ihm aufrecht begegnen: mit Mut, mit Klarheit und gemeinsam.

Eine Geschichte in vier Teilen

So haben wir es auch gefeiert: Alle Stufen standen im Hof beisammen um die Feuerschale, mit Liedern, Gedichten und einer Geschichte. Eine Lehrerin erzählte eine von DeeDe Khalsa inspirierte Geschichte in vier Teilen: Aus Himmelseisen, das mit den Sternschnuppen auf die Erde fällt, schmieden Zwerge ein Schwert aus Licht. Ein zorniger alter Drache bedroht ein Dorf. Ein einzelner Ritter scheitert. Die Dorfleute aber stehen zusammen. Sie treten dem alten Drachen gemeinsam entgegen und ziehen sein Drachenkind mit Geduld und Liebe groß.

Jede Stufe bekam ihren Teil der Geschichte: die Erwachsenen die Aufgabe standzuhalten und die junge Kraft der Kinder zu verwandeln; die Oberstufe das Schwert der Klarheit, das nicht verletzt, sondern unterscheidet; die Mittelstufe den Mut, einen Fehler einzugestehen und wiedergutzumachen; die Kinder die Zuversicht, aufrecht und gemeinsam in die Mutprobe zu gehen.

Am Ende stand ein Satz für alle:

Erst standhalten, dann verwandeln.

Die Mutproben

Im Wald warteten Mutproben auf die Kinder der ersten Klasse, der Vorschule und der zweiten Klasse. Vorbereitet hat sie die 6. Klasse. Die Großen haben damit eine Aufgabe übernommen, die zu Michaeli passt: Verantwortung für die Jüngeren. Mit viel Liebe und besonderen Ideen, formuliert als zauberhafte Geschichten, führten sie die Jüngeren durch die verschiedenen Proben.

Eine davon hieß „Die Schatzkiste des Drachen“.